Zwei Vorträge, ein Ziel: Wissen praxisnah vermitteln
Der Juni 2026 stand für mich ganz im Zeichen des fachlichen Austauschs und der onkologischen Weiterbildung. Innerhalb von zwei aufeinanderfolgenden Tagen durfte ich als Referentin bei zwei hochkarätigen Fortbildungsveranstaltungen mitwirken und aktuelle Entwicklungen in der gynäkologischen Onkologie aus der Perspektive der klinischen Praxis vorstellen. Beide Veranstaltungen boten eine hervorragende Plattform, um neue wissenschaftliche Erkenntnisse mit den Herausforderungen des Versorgungsalltags zu verknüpfen.
Endometriumkarzinom im Fokus – OneIMFINZI 2026
Am 9. Juni 2026 nahm ich als Referentin an der virtuellen Fortbildungsveranstaltung „OneIMFINZI – Ein Realitätscheck“ teil. Die Veranstaltung brachte Expertinnen und Experten verschiedener onkologischer Fachrichtungen zusammen, um aktuelle Entwicklungen der Immunonkologie und neue Therapieoptionen in unterschiedlichen Tumorentitäten zu diskutieren.
Mein Vortrag mit dem Titel „Endometriumkarzinom pMMR im Spotlight: Therapeutische Wegweiser und neue Strategien für den klinischen Alltag“ widmete sich den aktuellen Behandlungsstrategien beim pMMR-Endometriumkarzinom. Im Mittelpunkt standen praxisrelevante Therapieentscheidungen, neue wissenschaftliche Erkenntnisse sowie deren Umsetzung im klinischen Alltag. Besonders wertvoll war der interdisziplinäre Austausch mit Kolleginnen und Kollegen aus der Pneumologie, Urologie und internistischen Onkologie, der die Bedeutung moderner Immuntherapiekonzepte über Fachgrenzen hinweg verdeutlichte.
Ovarialkarzinom interdisziplinär betrachtet
Bereits am folgenden Tag, dem 10. Juni 2026, durfte ich bei der Veranstaltung „Das Ovarialkarzinom in der interdisziplinären Versorgung – Aktuelle Entwicklungen und Praxisbeispiele“ in Chemnitz einen weiteren Vortrag halten. Die Fortbildung vereinte Expertinnen und Experten aus Gynäkologie, Onkologie, Chirurgie und Ophthalmologie, um aktuelle Entwicklungen in der Behandlung des Ovarialkarzinoms zu beleuchten.
Mit meinem Vortrag „Elahere – Fallbeispiel aus der Praxis“ konnte ich den Teilnehmenden einen praxisnahen Einblick in die Anwendung innovativer Therapieansätze beim platinresistenten Ovarialkarzinom geben. Anhand eines realen Fallverlaufs wurden Therapieentscheidungen, Herausforderungen im Behandlungsprozess und klinische Erfahrungen vorgestellt. Die anschließende Diskussion zeigte erneut, wie wichtig der Austausch zwischen den verschiedenen Disziplinen für eine optimale Versorgung unserer Patientinnen ist.
Wissenschaftlicher Austausch als Motor für bessere Versorgung
Beide Veranstaltungen haben eindrucksvoll gezeigt, wie dynamisch sich die gynäkologische Onkologie entwickelt. Neue immunonkologische Konzepte beim Endometriumkarzinom sowie innovative zielgerichtete Therapien beim Ovarialkarzinom eröffnen unseren Patientinnen zunehmend individualisierte Behandlungsoptionen. Gleichzeitig wird deutlich, dass die erfolgreiche Umsetzung dieser Fortschritte eine enge Zusammenarbeit zwischen niedergelassenen Kolleginnen und Kollegen, Kliniken und verschiedenen Fachdisziplinen erfordert.
Ich freue mich, durch meine Vorträge einen Beitrag zu diesem Wissensaustausch geleistet zu haben, und bedanke mich bei allen Organisatoren, Referierenden und Teilnehmenden für die spannenden Diskussionen und den offenen kollegialen Dialog. Solche Fortbildungen sind ein wesentlicher Baustein, um wissenschaftliche Innovationen in eine bestmögliche Patientenversorgung zu überführen.










